Natalie Hauswirth – safe the story

Die Postkarte – eine Hommage von Natalie Hauswirth

 

Art i.g. eröffnet am 2. Juni 2016 mit der Installation „save the story…“ von Natalie Hauswirth die 3. Staffel im Kleinsten Kunstraum Olten

 

Dieses Jahr beginnt Natalie Hauswirth mit einer Installation der ganz besonderen Art und macht ihren privaten Postkartenfundus im Bahnhofschaufenster öffentlich. Die gelernte Steinbildhauerin aus Olten hat an der Zürcher Hochschule der Künste promoviert und lebt und arbeitet seit Jahren in Zürich. Für ihr Schaffen wurde sie 2003 mit dem Atelierstipendium in Krems an der Donau und 2008 mit dem Förderpreis des Kantons Solothurn ausgezeichnet.

 

Installation „save the story..."

Heute senden wir Urlaubsgrüsse elektronisch aufs Handy. Selten findet eine handgeschriebene Postkarte ihren Weg zu den Daheimgebliebenen. Die elektronischen Grüsse sind kurzlebig und vergänglich. Postkarten existieren zwar noch, in der digitalisierten Welt ist ihre Bedeutung marginal. Das bürgerliche Gebrauchsobjekt einer vergangenen Epoche existiert vor allem als Sammelobjekt oder Zeitdokument in öffentlichen und privaten Archiven.

 

Im Archiv der Künstlerin befinden sich Hunderte von Karten fremder Orte und ferner Länder, zusammen getragen auf Flohmärkten und Sammlerbörsen. Postkarten dienen als Erinnerungsträger und bilden ein Surrogate der Wirklichkeit, die einmal war. Einige der abgebildeten Orte und Landschaften haben sich verändert. Doch, welches ist die persönliche Geschichte, die hinter jeder Postkarte steht?

 

Natalie Hauswirth zeigt im Kunst-Schaufensters die Installation „save the story...“, einen Raum an fiktiven Geschichten. Die Postkarten sollen aber auch wieder in den Umlauf gebracht werden. So können Interessierte eine der gezeigten Karten erwerben. Durch eine Intervention gestaltet die Künstlerin diese neu und schickt sie dem Empfänger zu. Die Postkarte erfährt so eine Werteverschiebung und wird zum Kunstwerk.

 

Hingehen!

Interessierte und Kunstliebhabende sind herzlich eingeladen, an der Vernissage am 2. Juni um 18.35 Uhr in der Hauptunterführung (Ausgangsrichtung Aareseite) dabei zu sein und sich mit der Künstlerin beim Apéro über ihr Werk auszutauschen. Die Ausstellung dauert bis am 3. Juli 2016.