Andrea Nottaris - unterwegs

Flüchtigkeit vergangener Momente 

Den Start der Ausstellungsreihe 2015 machte Andrea Nottaris. Das breite und vielseitige Arbeitsgebiet der Künstlerin, die in Olten lebt und arbeitet, reicht von angewandter Kunst, Fotografie, Grafik/grafischer Technik, Illustration, Inszenierung und Installation bis hin zur Kunst am Bau, Raum-Gestaltung, Malerei, Multimedia sowie Neuen Medien. Im Zentrum ihres künstlerischen Wirkens steht die Flüchtigkeit vergangener Momente. Sie sammelt und verdichtet  Erinnerungen über die Malerei und filmfotografische Kompositionen. Neben Förderpreisen für Malerei der Rentsch-Stiftung für kulturelle Impulse Olten und der Stadt Olten gewann Andrea Nottaris 2014 den Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung der Neu- und Umbauten der Justizvollzugsanstalt Solothurn.

 

"unterwegs" im KKO (28. Mai – 28. Juni 2015)

Für ihr Projekt im Kleinsten Kunstraum Olten war die Künstlerin "unterwegs". Ein kleiner Teil unzähliger Fotografien dienen ihr als Vorlage und Weiterverarbeitung zu neuen Bildern. Dabei geben ihrem künstlerischen Wirken Kindheitserinnerungen an längere Autofahrten Impulse: Zum Beispiel die tanzenden Muster der Asphalt-Markierungen und die hypnotische Wirkung rotierender Lastwagenräder, die sie glauben liessen, die Strasse würde fahren und das Auto würde still stehen. Oder ihre neugierigen Blicke in fremde Autos beim Überholen und dabei erwachsene Männer beim Nasenbohren zu erwischen, als seien sie unbeobachtet bei sich zu Hause. Die Geschwindigkeit der vorbei huschenden Bilder und Eindrücke liessen die Künstlerin träumen. Tempo, Wechselspiel der Farben, Muster und Formen hält sie fest in einem Moment der Zeitlosigkeit.

 

Die Einführung der Künstlerin in ihr Werk "unterwegs" fand am 28. Mai 2015 18.35 Uhr in der Hauptunterführung des Bahnhofs Olten statt (Ausgangsrichtung Aareseite).