Wortklang vom 26. Feb. 2012
Mit dem Salzburger-Stier-Preisträger und Erfolgsmusiker Stahlberger aus St. Gallen, dem u.a. durch „Strohmann-Kauz“ bekannten Oltner Schauspieler Matthias Kunz, und der Slam-Koryphäe Harry Kienzler aus Tübingen (DE).
Stahlberger (St. Gallen)
Der St. Galler Stahlberger, welcher im 2011 als Best-Talent im DRS3 und mit seiner Band in Radio, Openairs und Konzertlokalen von sich zu reden gemacht hat, tritt Solo bei Wortklang auf.
Auf seinem neuen Album nimmt uns Stahlberger mit. Auf dem ersten Album „Rägebogesiedlig“ endete die Fahrt im Schrebergarten, es gab eine vergnügte Party im Rahmen der Vernunft. Auf „Abghenkt“ geht die Reise in irgendeiner Bahn auf irgendeinen Berg in irgendeine Beiz. Wir trinken erstmal eine Stange. Denn im Wald dahinter macht Stahlberger ein Feuer für uns. Es gibt Geschichten über das, was „Heimat“ sein könnte oder auch nicht, wir fahren mit dem Tandem nach Wladiwostok, wir tauchen zu einem Dorf, das der Stausee verschluckt hat, wir hören, wie zwei Menschen im Schnee die Handschuhe nichts mehr nützen, und warum es gut ist, hier zu sein und nicht auf dem Pizol, weil der ist hohl. Die Band spielt dazu eine wunderbare Musik, die von vielem erzählt und von vielem weiss – von Punk, von Disco, von alten Synthesizern oder Surf-Musik; aber auch von Legenden wie Mani Matter. Die selber mitgebrachte Wurst ist bald vertilgt und die gute Laune macht vergessen, dass die Nacht auch lang, kalt und dunkel sein könnte – „Abghenkt“.
Matthias Kunz (Bern)
Zusammen mit Rhaban Straumann ist er seit 2006 als Strohmann-Kauz auf den Schweizer Theaterbühnen unterwegs. Als urkomischer und herzerwärmender Beamter «Dr. Walter B. Grünspan» referiert er vor versammelten Interessengruppen u.a. als universeller Fachreferent für «Nachtfieber», wo er Kultstatus geniesst. Zuvor hat er bereits mit «item tanztheater» und im Circus Monti Spuren hinterlassen. Matthias Kunz arbeitet regelmässig auch als Theaterpädagoge und wohnt mit seiner Familie in Bern.
Harry Kienzler (Tübingen, DE)
Harry Kienzler geb. 1979 in Stuttgart, lebt in Tübingen, wo er erfolgreich Germanistik und Philosophie studierte und währenddessen seine Leidenschaft für die Bühnenpoesie entdeckte. Er ist in der Slam-Szene vor allem für inbrünstige Performance Poesie bekannt. Auf unzähligen Bühnen begeisterte er das Publikum mit seiner expressiven Vortragsweise. Bei den Slam-Meisterschaften 2006 in München wurde er mit Jakob Nacken zusammen Vizemeister im Team und 2007 erreichte er das Finale des Einzelwettbewerbs der Meisterschaften in Berlin. 2009 wurde er wiederum zusammen mit Jakob Nacken Vizemeister im Teamwettbewerb der Slam-Meisterschaften in Düsseldorf.
Außerdem war er 2008 beim WDR-Poetry-Slam im Fernsehen zu sehen und nahm am Brecht-Poetry-Slam auf dem renommierten Augsburger abc-Festival teil.
Seit ihrer Gründung im Herbst 2007 ist er Mitglied der Stuttgarter Lesebühne 7PS – Eurythmie und Marschmusik, wo er sich verstärkt auch dem Genre der Kurzgeschichte zugewandt hat. Außerdem ist Harry Teil des Projektes „Raus mit der Sprache!“, das Jugendliche und ihre Texte auf die Bühne bringt.
2009 veröffentlichte er das Buch „Ich liebe meine Angst“.


