Wortklang vom 30. Okt. 2011 - Eröffnungsabend der 3. Saison
Der Eröffnungsabend der neuen Saison bietet bereits ein Feuerwerk der Sprachkunst auf die Bühne im Vario:
Mit Laurin Buser aus Basel und Patrick Salmen aus Wuppertal (DE) – beide sind Gewinner der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften 2010 – mit dem Kurzgeschichten- und Krimiautor Silvano Cerutti aus Solothurn, sowie der Einmann-Band Alejandro Jiménez aus Luzern.
Laurin Buser
Laurin Buser spricht gerne in Mikrophone. Irgendwie. Er mag Wörter. Sehr. Er liebt Bühnen. Musik. Rap. Theater. Lars Ruppel. Menschen. Tiere. Blumen. Ironie. Sarkasmus. Zynik. Zweideutigkeit. Spott. Hass. Sich selbst.
Laurin Buser ist Slam-Poet, Schauspieler und Rapper. 2007 und 2008 gewann er die U20-Poetry-Slam-Schweizermeisterschaft und 2010 die deutschsprachigen u20 Poetry Slam Meisterschaften in Bochum.
Patrick Salmen (Wuppertal, DE)
Patrick Salmen ist Lyrik- und Prosaautor, Bühnenliterat und „Poetry Slammer“. 2008 nahm er erstmals an den deutschsprachigen Meisterschaften in Zürich teil. 2010 wurde er „NRW-Vizemeister“ und kurz darauf „deutschsprachiger Meister im Poetry Slam“. Er lebt und arbeitet in Wuppertal. Im Februar 2011 erschien sein Lyrik- und Kurzgeschichtenband „Distanzen“ beim Lektora-Verlag. Auch die Arbeiten an seinem ersten Roman sind so gut wie abgeschlossen. Projekte in naher Zukunft: Produktion eines Hörbuches, eine Fotoausstellung und die Etablierung einer Lesebühne in seiner geliebten Heimatstadt Wuppertal. Der junge Autor wird im Jahre 2011 mit seinem Programm durch die Republik streifen und dem Publikum seine Texte auf diversen Poetry Slams und Lesebühnen schmackhaft machen. Patrick Salmen arbeitet in Wuppertal für die Shakespeare Live! - Akademie und an andere Bildungsinstitutionen und leitet dort Kurse für „Kreatives Schreiben“.
Silvano Cerutti
Silvano Cerutti, 1973 in Deutschland geboren, aufgewachsen im Kanton Zug, lebt heute in Solothurn. Er arbeitet als Schriftsteller und Kulturjournalist. Seine erste öffentliche Lesung fand 1993 im alten Kunsthaus von Zug statt, schon damals zusammen mit dem als Count Vlad bekannten Martin Flückiger.
In den folgenden Jahren arbeitete Cerutti an der Schnittstelle von spoken word und Songs sowie gemeinsame Bühnenprogramme, in denen sich Songs und Kurzgeschichten abwechseln und thematisch ergänzen: »Das Herz der Samstagnacht« (1998), »Heart To Handle« (1999), »Mordsgesänge« (2006) und »Gschnätzlets« (2007). Ziel der gemeinsamen Form ist es, ein (junges) Publikum zu unterhalten, ohne sich inhaltlich mit Comedy-Elementen anzubiedern.
Thematisch schreibt Cerutti in den letzten Jahren aus dem Graben zwischen ländlicher und städtischer Schweiz. Als Erzähler und scharfer aber respektvoller Beobachter, der seine Figuren auch dann nicht diskreditiert, wenn sie politisch das Heu nicht auf der gleichen Bühne haben wie er, nimmt er sich den Sorgen und Nöten kleiner Leute an.
Im Buch »Gschnätzlets« (Salis Verlag) lieferte er einen Panoramablick auf Schweizer Befindlichkeiten und ging der Frage nach, auf welchem Teil der Schweizer Mentalität Amokläufer einen Nährboden finden.
Auf der spoken-word-CD »Kafi Träsch« (Salis Verlag, 2008) montierte er alte Kinderlieder mit Lebensgeschichten, die sich in der Moderne verirren zu einer »Wohnblockstubete«.
»Du nennst das Gier« (Salis Verlag, 2010) ist sein erster Kriminalroman. Entstanden in einem Klima, in welchem Steuersenkungen als Allheilmittel auf die Krisen dieser Welt betrachtet werden, beinhaltet dieser Seitenhiebe auf die neoliberale Wahnwirtschaft genauso wie auf jene Bauernschläue, die Rendite über Moral stellt sowie auf verquere Vorstellungen darüber, wie sich Schriftsteller politisch zu äussern haben.
Silvano Cerutti erhielt für seine literarische Arbeit zwei Förderpreise des Kantons Zug sowie ein dreimonatiges Atelierstipendium in Berlin.
Alejandro Jimenez (Luzern)
Alejandro Jimenez ist langjähriger Singer/Songwriter, eine One Man Band und Textautor von Kurzgeschichten und Poetry Texten.
Mit dem ersten Solo-Album „Monoment“ veröffentlicht Alejandro fünfzehn rauhe, meist kritische und oft melancholische Songs. Seine Musik ist so einfach wie eingängig. Und das ist auch das Faszinierende daran. Seine Texte sind oft bedeutungsvoller, als es das erste Ohr voll erahnen lässt, die Instrumentierung geradezu spartanisch. Live spielt Alejandro Jiménez als sogenannte One Man Band, ganz alleine, singend, Gitarre mit den Händen und Schlagzeug mit den Füssen spielend.



