Marco Eberle

(*1968 in Grabs, FL), lebt und arbeitet in Rohrbach.


Einzelausstellungen im Jahre 2009 im Bau 4 in Altbüron und im Jahre 2008 im Off, Projektraum in Thun.

Gruppenausstellungen im Jahre 2009 in der Villa Stettler in Langenthal, im Palas Porcia in Wien und im Kunsthaus Langenthal, im Jahre 2007 im Kunstmuseum Thun.

Marco Eberle gewann im Jahre 2007 das Atelierstipendium des Fürstentums Liechtenstein in Berlin.

 

Mögliches Werk in der Ausstellung

SPRACHRAUM, 2005/06 Styropor, Holz, Elektroinstallationen 280 x 280 x 280 cm

 

„Styroporverpackungen – vor allem von Elektronikprodukten – bilden eine Negativform zu dem, was sie umhüllen und erzählen so von dem, was sie schützen. Sie tun das in ihrer eigenen Sprache, deren Lesbarkeit auch von unserer Erfahrung abhängt. Marco Eberle thematisiert im Sprachraum (2005/06) dieses eigenartige Alphabet und macht eine Ästhetik sichtbar, die normalerweise unbeachtet im Abfall landet. Alle vier Seiten und die Decke eines Kubus sind inwendig mit Styroporelementen ausgekleidet. Darin herrscht eine geschlossene, gedämpfte Atmosphäre; man befindet sich in einem fremden Sprachraum, Intuition und Übersetzung sind notwendig, um zu verstehen, was in diesem „Land“ gesprochen wird. Die Struktur der Oberfläche lässt die ursprünglich verpackten Objekte erahnen, die Ausstülpungen und Senken erinnern zudem an ein Stadtmodell oder an arabische Ornamente wie sie beispielsweise in der Alhambra farblos geworden eine stalaktitenartige Oberfläche bilden. Oder sind es überdimensionierte Platinen, vielleicht schon teilweise mit Schaltern versehen? Das Kleine spiegelt sich im Grossen, Inhalt in Verpackung der Elektronik nähern sich an.“
(Text von Eveline Suter in KUNST Graubünden und Liechtenstein, AUSGABE 2009, S. 54)

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