Ana Strika

(*1981 in Zürich), lebt und arbeitet in Zürich.

Einzelausstellungen im Jahre 2009 in der Galerie Abbt Prjects, Zürich, im Musée des Beaux-Arts in Le Locle und im Jahre 2008 im Aargauer Kunsthaus und im Substitut in Berlin.

Letzte Gruppenausstellungen im Museum Bellerive in Zürich, der Shedhalle in Zürich und im Jahre 2008 im Kunstmuseum Bern. Dieses Jahr ist sie in einer Gruppenausstellung im Kunstraum Riehen zu sehen.

Mögliche Werke in der Ausstellung

FÜNF SEITEN TIEF, 2007 Installation, 5 Papierschnitte à 240 x 300 cm, 1 Theaterlicht, 1 Discokugelmotor, 2 Spiegel à 15 x 15 cm, 2 CD-Player

 

OHNE TITEL, 2009 Installation mit 15 Zeichnungen (div. Formate), Graphit auf Papier Gesamtmass ca. H: 300 x B: 400 cm

 

„Ana Strikas künstlerisches Medium ist kein alltägliches: Aus schwarzem oder weissem Papier schneidet sie filigrane Zeichnungen aus. Die junge Künstlerin hat die traditionelle, aus der Volkskultur stammende Technik des Scherenschnittes weiter entwickelt. Das Papier bearbeitet sie ungefaltet und ersetzt die Schere durch den Cutter. Inhaltlich hat ihre Arbeit kaum einen Bezug zur traditionellen Scherenschnittkunst. Die Motivwelt Strikas entspringt einem opulenten, surrealen Bildkosmos. Die Künstlerin kreiert im weitesten Sinne Landschaften und traumweltähnliche Orte. Der Bildraum ist kein logisches Kontinuum sondern bricht immer wieder ab, um mit einer veränderten Perspektive und Massstäblichkeit neu einzusetzen.
Die Distanz des Betrachters zum Bild ist entscheidend für dessen Wahrnehmung, denn Weit- und Nahsicht eröffnen ganz unterschiedliche Seherlebnisse. Der Überblick aus der Ferne zeigt einen filigranen Motivteppich mit Verdichtungen, die wie Ballungszentren auf Landkarten erscheinen. Durch das Nähertreten werden die vielen Feinheiten, die abwechselnden Schauplätze, die unterschiedlichen Erzählstränge erst erfasst. Die Nahsicht lädt ein zu einer ergreifenden Augenwanderung und zum Eintauchen in einen fantastischen Bildkosmos, in dem man sich durchaus verlieren kann.“ Auszug aus einem Text von Madeleine Schuppli, Ausstellungstext, Caravan 2/2008, Ausstellungsreihe für junge Kunst, Aargauer Kunsthaus, 7. Dezember 2008 – 18. Januar 2009

 

In ihrer grossformatigen Zeichnung thematisiert Ana Strika (*1981) die Auflösung der Erinnerungen in fragmentarische Bestandsaufnahmen, die sich wiederum zu einem neuen Ganzen fügen. Ihre Arbeit (Ohne Titel, 2010) ist wie ein Gedächtnis, das sich stetig neu formt. Flüchtige Momente und scheinbar klare Erinnerungen bilden sich zu Geschichten, die sich ineinander brechen und immer neue Verknüpfungen und Bilder erzeugen. Ein Gartenzaun wird zum Vorhang, zum Zopf, zum Gebirgspanorama. Sequenzen wie aus einem Film spielen sich ab und setzen sich immer wieder neu zusammen. Manchmal sind es nur einzelne Töne, Gerüche oder Bilder an die wir uns erinnern, in ihrer Gesamtheit aber bestimmen sie unser Sein.
(Auszug aus dem Ausstellungstext zur Ausstellung Mein Vergiss Nicht im Dienstgebäude von Natalia Huser und Manuela Reissmann, Juni 2010)

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