Im Spannungsfeld zwischen Bild und Betrachter

Julian Stettler zeigt ab dem 2. Juli Fotografienim Kunstraum. Der 21-Jährige studiert Camera Arts an der Hochschule Luzern und arbeitet seit September als Regionaljournalist beim Stadtanzeiger Olten. Schon als Junge hat ihn die Kamera fasziniert. Lange Zeit war es nicht viel mehr als ein Herumspielen. Aber mit dem Älterwerden wurde ihm auch die Wirkung des Visuellen mehr und mehr bewusst. «Wir Menschen nehmen unsere Umwelt stark visuell wahr und deshalb kann mit Bildern auf einer unglaublich tiefen Ebene kommuniziert werden», sagt der Fotograf. Die Frage, ob es eine Objektivität gibt, ob wir in einer Welt voller subjektiven Wahrnehmungen leben oder wo sich diese beiden überschneiden könnten, fasziniert ihn ebenso wie die Frage nach dem «Warum?». «Auch die Interaktion zwischen Betrachter und Bild finde ich sehr spannend, denn dort spielt sich alles ab; ohne Betrachter ist ein Bild nichts», sagt Julian Stettler. Licht und Komposition spielen in seinen fotografischen Experimenten auch eine grosse Rolle. Es werden Welten erschaffen, die teils mehr, teils weniger abstrakt sind. Bei seiner Ausstellung im Kleinsten Kunstraum Olten soll der Betrachter ein wenig von alledem erfahren, denn Stettler stellt nicht ein einzelnes Kunstwerk aus, sondern möchte zeigen, was er in der Vergangenheit gemacht hat, woran er im Moment arbeitet und worauf er sich in der Fotografie fokussiert.

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