Die junge Hazel Brugger führt die Poetry Slam Trilogie an
Mit Hazel Brugger aus Zürich gewann den „laut&deutlich“ Poetry Slam am vergangenen Freitag im Kulturzentrum Schützi erst zum zweiten Mal eine Dichterin und erst noch eine Teilnehmerin aus dem u20 Slam Bereich. Was sich bereits im letzten November beim Start der sechsten Poetry Slam Trilogie zeigte, hat sich bestätigt: der Schweizer Nachwuchs gewinnt an Potential. Ein breites und hochstehendes Teilnehmerfeld unterhielt das Publikum in der gefüllten Oltner Schützi.
Die Kombination der regionalen Beatbox Gruppe „PAMPS“ welche sich mit den zwei Soundtüftlern „Culturetronic“ ergänzt haben, begeisterte das Publikum bereits von Beginn weg. Nach der Eröffnung durch das Moderatorenduo Fabienne Käppeli und Etrit Hasler beformte Etrit Hasler einen Opener-Text zum Einstieg in den Abend. Für einmal war Hasler weder politisch noch lustig – er las eine Hommage an den kürzlich verstorbenen Slammer Walter Bühler im Namen einiger Vertreter der Slamszene Schweiz und bewies, wie stark der Zusammenhalt in der Szene ist. Obwohl Bühler nie ein erfolgreicher und ein eher unbequemer Dichter war, gehörte er zur „Slam-Familie“ und Hasler berührte mit seinen Worten das Publikum wie auch die anwesenden Slammer.
Den unbeliebten ersten Startplatz musste danach die Lokalmatadorin Lisa Christ übernehmen. Sie wirkte an diesem Abend etwas weniger dynamisch und konnte mit ihren Ansichten zur digitalen Welt nicht vollumfänglich überzeugen. Danach folgte mit Hazel Brugger die zweite Dame und nebst Christ die zweite Finalistin des November-Slams. Ihr Text weckte und begeisterte das Publikum, obwohl ihre Geschichte von einem leprakranken Liebhaber sehr morbid und schwarz war. Entsprechend dem Applaus erhielt sie auch eine hohe Benotung. Das Teilnehmerfeld des Abends war hochkarätig. Die beiden deutschen Slammer, Pierre Jarawan und Patrick Salmen, welche beide zu den führenden Slamgrössen zählen, wurden ebenso vor der Pause ausgelost. Jarawan als grandioser Erzähler und ein Vertreter der leisen Töne und farbenfrohen Gedankenbilder schaffte den Einzug ins Finale nicht. Salmen, eher auch zu den „bösen“ Dichtern zählend, konnte das Publikum mit seinem schwarzen Humor ähnlich packen wie Brugger und schaffte den Finaleinzug. Die vielseitigen Beiträge begeisterten die Schützi und selbst bekannte Namen wie Renato Kaiser oder Patrick Armbruster wurden von neuen Slammern wie Martina Hügi aus Winterthur oder Remo Zumstein, welcher nach zwei Jahren wieder einmal in der Schützi war, gefordert. Mit seinen Betrachtungen zum Thema Wahnsinn schaffte Diego Häberli aus Bern noch als dritter Slammer den Finaleinzug. Als Novum des Abends beformten „PAMPS & Culturetronics“ nicht nur Songs als Musik zwischen den Slambeiträgen sondern entwickelten eine theatralische Geschichte. Trotz kreativer Gestaltung war es eine Gratwanderung nach den Textbeiträgen erneut in die Fortsetzungsgeschichte einzutauchen und beide Welten zu verfolgen. Vielleicht hätte sich das Publikum und die Slammer noch mehr von ihren Beatbox-Beiträgen kombiniert mit Didgeridoo und Liveelectronics gewünscht, bei welchen sie sich herausragender profiliert haben.
Im Finale blieb Hazel Brugger bei ihrer Rolle der dunklen Dichterin und vermochte erneut das Publikum zu gewinnen, obwohl einige Lacher fast im Hals stecken geblieben sind. Salmen erzählte aus dem Leben eines befreundeten Paares und blieb ebenfalls in der lebenskritischen Welt. Als Punkteführer aus der Vorrunde stand als letzter Dichter Diego Häberli auf der Bühne. Sein englischer Text war ein mutiger oder fast fraglicher Beitrag. Ob es an fehlenden Alternativen fehlte oder ob er erwartet hatte, dass er das Publikum trotz fortgeschrittener Zeit und nach bereits fünfzehn Textbeiträgen, mit englischer Sprache seinem hohem Sprechtempo gewinnen kann, blieb offen. In der Applausabstimmung machten somit Salmen und Brugger das Rennen unter sich aus und Brugger konnte als erste u20 Frau den „laut&deutlich“ Pokal und die Flasche Whisky in die Höhe stemmen. Sie führt mit sechs Punkten die Trilogie vor Fabian Navarro und Patrick Salmen an. Am 9. März wird es sich somit zeigen, ob als Novum erstmals eine weibliche und gleichzeitig u20 Nachwuchs Slammerin den Trilogiesieg schafft. Impressionen
Die Kombination der regionalen Beatbox Gruppe „PAMPS“ welche sich mit den zwei Soundtüftlern „Culturetronic“ ergänzt haben, begeisterte das Publikum bereits von Beginn weg. Nach der Eröffnung durch das Moderatorenduo Fabienne Käppeli und Etrit Hasler beformte Etrit Hasler einen Opener-Text zum Einstieg in den Abend. Für einmal war Hasler weder politisch noch lustig – er las eine Hommage an den kürzlich verstorbenen Slammer Walter Bühler im Namen einiger Vertreter der Slamszene Schweiz und bewies, wie stark der Zusammenhalt in der Szene ist. Obwohl Bühler nie ein erfolgreicher und ein eher unbequemer Dichter war, gehörte er zur „Slam-Familie“ und Hasler berührte mit seinen Worten das Publikum wie auch die anwesenden Slammer.
Den unbeliebten ersten Startplatz musste danach die Lokalmatadorin Lisa Christ übernehmen. Sie wirkte an diesem Abend etwas weniger dynamisch und konnte mit ihren Ansichten zur digitalen Welt nicht vollumfänglich überzeugen. Danach folgte mit Hazel Brugger die zweite Dame und nebst Christ die zweite Finalistin des November-Slams. Ihr Text weckte und begeisterte das Publikum, obwohl ihre Geschichte von einem leprakranken Liebhaber sehr morbid und schwarz war. Entsprechend dem Applaus erhielt sie auch eine hohe Benotung. Das Teilnehmerfeld des Abends war hochkarätig. Die beiden deutschen Slammer, Pierre Jarawan und Patrick Salmen, welche beide zu den führenden Slamgrössen zählen, wurden ebenso vor der Pause ausgelost. Jarawan als grandioser Erzähler und ein Vertreter der leisen Töne und farbenfrohen Gedankenbilder schaffte den Einzug ins Finale nicht. Salmen, eher auch zu den „bösen“ Dichtern zählend, konnte das Publikum mit seinem schwarzen Humor ähnlich packen wie Brugger und schaffte den Finaleinzug. Die vielseitigen Beiträge begeisterten die Schützi und selbst bekannte Namen wie Renato Kaiser oder Patrick Armbruster wurden von neuen Slammern wie Martina Hügi aus Winterthur oder Remo Zumstein, welcher nach zwei Jahren wieder einmal in der Schützi war, gefordert. Mit seinen Betrachtungen zum Thema Wahnsinn schaffte Diego Häberli aus Bern noch als dritter Slammer den Finaleinzug. Als Novum des Abends beformten „PAMPS & Culturetronics“ nicht nur Songs als Musik zwischen den Slambeiträgen sondern entwickelten eine theatralische Geschichte. Trotz kreativer Gestaltung war es eine Gratwanderung nach den Textbeiträgen erneut in die Fortsetzungsgeschichte einzutauchen und beide Welten zu verfolgen. Vielleicht hätte sich das Publikum und die Slammer noch mehr von ihren Beatbox-Beiträgen kombiniert mit Didgeridoo und Liveelectronics gewünscht, bei welchen sie sich herausragender profiliert haben.
Im Finale blieb Hazel Brugger bei ihrer Rolle der dunklen Dichterin und vermochte erneut das Publikum zu gewinnen, obwohl einige Lacher fast im Hals stecken geblieben sind. Salmen erzählte aus dem Leben eines befreundeten Paares und blieb ebenfalls in der lebenskritischen Welt. Als Punkteführer aus der Vorrunde stand als letzter Dichter Diego Häberli auf der Bühne. Sein englischer Text war ein mutiger oder fast fraglicher Beitrag. Ob es an fehlenden Alternativen fehlte oder ob er erwartet hatte, dass er das Publikum trotz fortgeschrittener Zeit und nach bereits fünfzehn Textbeiträgen, mit englischer Sprache seinem hohem Sprechtempo gewinnen kann, blieb offen. In der Applausabstimmung machten somit Salmen und Brugger das Rennen unter sich aus und Brugger konnte als erste u20 Frau den „laut&deutlich“ Pokal und die Flasche Whisky in die Höhe stemmen. Sie führt mit sechs Punkten die Trilogie vor Fabian Navarro und Patrick Salmen an. Am 9. März wird es sich somit zeigen, ob als Novum erstmals eine weibliche und gleichzeitig u20 Nachwuchs Slammerin den Trilogiesieg schafft. Impressionen
