12.11.2017

Joel Perrin gewinnt den ersten Slam der 12. Trilogie

Am Freitag 10. Nov. startete die Oltner Poetry Slam Serie des Vereines art i.g. in die zwölfte Saison und präsentierte vor voller Schützi ein vielseitiges Programm der Bühnenpoesie. Der Abend startete mit Liann, ein Münchner Musiker, welcher mit seiner Stimme und Gitarre die Schützi zum Start und während des Slams in seinen Bann zog. Die folgenden Poetinnen und Poeten konnten überzeugen und zeigten die Breite des Formates Poetry Slam.
Die Organisatoren haben das Ziel erreicht, neue Poetinnen zu zeigen und konnten einige, im Slam eher seltene, Frauen präsentieren. So konnten ernste und unterhaltende Texte, Poet_innen zwischen 21 und 73 Jahren und eine grosse Bandbreite von Themen über Beziehungen, Politik, Gender und den Alltag gehört und beklatscht werden. Das Ruder der Moderation hielten die beiden Trimbacher Fabienne Käppeli und Kilian Ziegler humorvoll und dennoch souverän in der Hand.  

Hans Jürg Zingg aus Hasle Rüegsau eröffnete mit einer 1. Augustrede den Slam und war auch der älteste Teilnehmer im Feld. Die Lokalmatadorin Lisa Christ doppelte mit einem weiteren ernsten und emotionalen Text über „Mutter sein“ nach und erhielt dafür hohe Punktwerte und grossen Applaus. Eher witzig ging es dann mit dem letztjährigen Gewinner Remo Zumstein und dem Thuner Remo Rickenbacher weiter, bevor Lillemor Kausch mit Goldgeschichten wiederum die ernste Seite des Slams zeigte. Das Publikum schätzte die berührende Auseinandersetzung über Rohstoffhandel sehr und würdigte ihren Beitrag mit grossem Beifall. Der erste Poet nach der Pause, Joel Perrin aus Zürich, eben erst dem u20 Feld „entwachsen“, blieb auf der kritischen Seite mit einem Text über Brüssel, Frieden, Terror und dem Ernstnehmen von Menschen. Mit der Wertung zog er als einziger Poet der zweiten Hälfte in den Final ein. Die folgenden Karin Rey, Klaus Estermann mit einem Wursttext und Sam Hofacher mit einer kritischen Betrachtung des Lehrerberufs, konnten nichts mehr an der Rangliste ändern. Der Sieg wurde zwischen Remo Zumstein, Lisa Christ und Joel Perrin ausgemacht. Im Finale zogen Christ und Perrin das Publikum mehr in den Bann und Perrin konnte nach der letzten Applausabstimmung stolz Whisky und Pokal in die Höhe stemmen. Die Veranstalter zeigten sich sehr erfreut, dass in Olten zwei berührende, ernste Poet_innen das Finale erreichten und dass Joel Perrin bereits am 5. Januar in der Schützi seine Punkte um den Trilogiesieg verteidigen und allenfalls erhöhen wird. Der Vorverkauf für den nächsten Slam ist bereits hier möglich.

 

Bild: Joel Perrin / Sieger – Photo von Dieter Graf, Olten

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